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† Miller, Josef Georg - 1905 bis 1983

Josef Georg Miller besuchte die Volksschule in Augsburg. Von 1924 bis 1926 machte er eine Lehre als Zimmerer im Geschäft seines Onkels in Augsburg. Ab 1926 studierte er Kunst an der staatlichen Akademie in Leipzig bei Professor Soltmann. 1930 erhielt er der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart bei Prof. Altherr und Prof. Spiegel den 1. Preis in der Kompnierklasse.

Ab 1932 war er als freier Maler tätig. Zur Wehrmacht wurde er wegen seiner Schwerhörigkeit nicht eingezogen. Ab 1941 besuchte er die Akademie für angewandte Kunst in München und machte dort ein Keramikstudium bei Prof. Klein. Während dieser Zeit lernte er seine spätere Frau Erna kennen. 1944 beschlossen beide von München wegzugehen und sich als Töpfer selbstständig zu machen. In Kallmünz bot sich ihnen die Möglichkeit an eine Töpferei zu übernehmen. Ab 1944 lebten und arbeiteten beide in Kallmünz. 1946 trat Josef Georg Miller in den Berufsverband der Bildenden Künstler Regensburg als Maler ein. Das Ehepaar Miller siedelte sich in Kallmünz an weil da eine Töpferei war, nicht weil der Ort eine Malertradition hatte. Mit den Erlösen ihrer Keramikarbeiten konnten sie sich ihren Unterhalt finanzieren und auch ein Kinderheim aufbauen. Josef Georg Miller trennte sich nur ungern von seinen Arbeiten. Hauptmotive seiner Arbeiten sind expressionistische Darstellungen der Landschaft um Kallmünz, sowie Szenen aus dem Kinderheim. Miller liebte leuchtende Farben und Spontanität im Ausdruck.

Quelle: Erna Miller: Mehr als 50 Kallmünzer Jahre, Verlag Lassleben Kallmünz